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Brake ev.-ref. - Edition Detmold Vol. 7



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Edition Detmold Vol. 7 - Brake
 


Kirchenbuchduplikate der Kirchengemeinde Brake ev.-ref. (1751-1800, 1840-1875)


DVD
Bonn 2007

Systemvoraussetzungen für die DVD ist ein Windows Betriebssystem ab Windows 95 aufwärts. Für die PDF-Ansicht auf der CD benötigen Sie den Acrobat Reader. Sollten Sie dieses Programm nicht haben, so können Sie es unter http://www.adobe.com/de/ dieses Programm kostenfrei herunterladen.

Die DVD enthält schwarz-weiß Digitalisate auf der Basis von Mikrofilmen.


SignaturEreignis und Zeitraum
P 1 A Nr. 34
G 1751-1800
H 1758-1800
T 1757-1800
K 1759-1800
P 1 A Nr. 35
G 1840-1852
H 1840-1852
T 1840-1852
K 1840-1852
P 1 A Nr. 36
G 1853-1865
H 1853-1865
T 1853-1865
K 1853-1865
P 1 A Nr. 37
G 1866-1870
H 1866-1870
T 1866-1870
K 1866-1870
P 1 A Nr. 38
G 1866-1870
H 1866-1870
T 1866-1870
K 1866-1870

nachfolgende als Beispiel: Erläuterungen zu P1A Nr. 34

Geschichte der Gemeinde/Kirche:
Durch die benachbarte Burg der lippischen Grafen (Schloß Brake) hat das Dorf in der Geschichte eine besondere Stellung eingenommen. Die dem hl. Nikolaus (Bischof von Myra) geweihte Kirche wird urkundlich erstmals 1328 genannt. Nikolaikirchen findet man häufig in Handelstädten. Brake lag an einer Handelsstraße, die von Hameln nach Herford führte.

Die Kirche ist in mehreren Bauabschnitten errichtet worden. Der erste, romanische Teil stammt aus dem Mittelalter. Das Hauptschiff und der Turm bildeten einen großen Raum. Als Fundamente für die Grundmauern und Pfeiler dienten große Findlinge. Der zweite Bauabschnitt fällt in die Mitte des 17. Jahrhunderts. Das Gebäude wurde vergrößert. Der Eingang in die Kirche wurde in der westlichen Hälfte des Nordschiffes gelegt, bis heute kann man dort zwei Wappensteine der gräflichen Familie finden. Außerdem wurde eine Familiengruft angelegt, in der noch drei Särge aufbewahrt werden. Der Turm wurde 1660 durch einen Sturm zerstört und einige Jahre später wieder aufgebaut und dabei auch erhöht. Im Zuge des zweiten Bauabschnittes wurden auch die Fenster vergrößert und in den Querhäusern wurde eine Empore eingebaut, die durch zwei Außentreppen zu erreichen waren.

Im dritten Bauabschnitt erhielt die Kirche das heutige Ausmaß. Sie wurde 1896 durch den Generalsuperintendenten Crede eingeweiht.

Der Kirchhof wurde 1851 geschlossen und ein neuer Friedhof angelegt, der 1902 noch vergrößert wurde.

Die Seelsorge in der benachbarten, 1811 gegründeten Heil- und Pflegeanstalt Lindenhaus gehört zu den Aufgaben des Pastors zu Brake (s. dazu den Bestand L 107 D Lindenhaus im StADt). Seit 1858 werden dort Gottesdienste gehalten.

1616 begann der Schulunterricht in Brake.

Pfarrer:
Johann Reinhard Reinhold, 1750-1757. Er war gebürtig aus Marburg. Reinhold starb im Alter von vierzig Jahren am 07. April 1757 und wurde am 11. April 1757 in der Braker Kirche begraben.

Christoph Philip Erp-Brockhausen, 1758-1762, Sohn des Johann Henrich Gottfried Erp-Brockhausen, geboren am 31. August 1712 in Brake. Er studierte in Bremen und Leiden. 1740 bis 1758 war er Pastor in Talle, seit 1753 Superintendent der Klasse Brake. 1762 folgte die Ernennung zum Generalsuperintendenten. Er starb am 12. Mai 1770.

Friedrich Adolf Wessel, 1762-1772, geboren am 23. März 1708 in Horn als Sohn des dortigen Pastors. Er war von 1731 bis 1735 Pastor in Sonneborn, 1735 bis 1749 in Hohenhausen, 1749 bis 1762 in Horn, von wo er nach Brake wechselte und dort Superintendent der 3. Klasse in Brake wurde. Er starb am 31. Januar 1772.

August Luther Führing, 1773-1795, gebürtig aus Detmold. Er war von 1751 bis 1762 in Lieme, von 1762 bis 1773 in Barntrup als Pastor tätig. 1789 wurde er Superintendent der 3. Klasse. Am 17. April 1795 starb er.

Karl Ernst Neubourg, 1796-1797, Sohn des zu Falkenhagen verstorbenen Superintendenten Wilhelm Karl Neubourg, war zunächst Gehilfe seines Vaters. Von 1791-1793 amtierte er als zweiter, 1793-1796 als erster Pfarrer in Blomberg. 1796 wurde er Pastor in Brake. 1798 ging er als Pastor nach Oerlinghausen. Nach verschiedenen Unstimmigkeiten nahm er seinen Abschied und wurde 1811 Rektor in Bielefeld, später Pastor und Superintendent in Bentheim.

Johann Karl Ludwig Stockmeyer, 1798-1837, geboren am 28. August 1765 in Lemgo. Er war von 1795 bis 1798 Pastor in Heiligenkirchen, kam dann nach Brake und starb dort am 01. März 1837. Sein Denkmal steht auf dem dortigen Kirchhof.

Informationen nach:
Wilhelm Butterweck, Die Geschichte der Lippischen Landeskirche, Schötmar 1926, S. 347ff.;

http://www.kirchengemeinde-brake.de (12.01.2007).

Enthält Einträge aus folgenden Orten:
Brake, Eikernbrücke, Eikernkrug, Eikernmühle, Fahrenbreite, Hasebeck, Kluckhof, Landwehr, Loßbruch, Maßbruch, Schloß und Meierei Brake, Voßheide, Wahmbeckerheide, Wiembeck, Wiembeckerberg.

Wesentliche genannte Standeszugehörigkeit:
Es werden kaum Standeszugehörigkeiten genannt. Brake war kein Bauerndorf, hatte jedoch einen großen ländlichen Einzugsbereich. Bedingt durch das Schloß gab es in Brake von Beginn an viele Beamte. Bei den genannten Personen aus den umliegenden Dörfern kann man davon ausgehen, dass es sich größtenteils um Bauern verschiedener Standeszugehörigkeiten handelt.

Wesentliche genannte Berufe/Gewerbe:
Es gibt keine durchgängigen Berufsangaben. Genannt werden Beamte, Bedienstete in Schloß und Meierei, Kaufmann, Krüger, wenige Handwerker sowie ungewöhnliche Berufe wie Haarfriseur oder Schattenspieler. Außerdem gibt es eine große Anzahl Soldaten (lippische und auswärtige).

Wesentliche genannte Todesursachen:
Todesursachen werden erst ab 1797 regelmäßig angegeben: Auszehrung, Blattern (1799), Brustkrankheit, Ruhr (1800), Schürken, Schwindsucht.

Weitere Bemerkungen:
G: bis 1772 nur Taufdatum, Name des Vaters, Taufzeugen, Name des Täuflings; ab 1773 Aufteilung in Spalten (die Anzahl ändert sich bis 1800 mehrfach): Geburtstag und/oder Tauftag, Namen und Wohnort der Eltern, Name des Täuflings, Taufzeugen.

H: Datum der Trauung, Namen von Bräutigam und Braut mit Angabe des Wohn- bzw. Herkunftsortes; teilweise Angaben zum Beruf, Stand, Eltern der Brautleute.

K: Listen mit Namen und Wohnort der Konfirmanden, später mit Angabe des Geburtsdatums.

T: anfangs nur Nennung von Beerdigungsdatum und Namen des Verstorbenen, später auch Angabe des Alters, teilweise der Todesursache; ab 1796 mehrspaltig: Sterbedatum, Beerdigungsdatum, Namen mit Wohnort, Beruf und Stand des Verstorbenen, Todesursache und Alter.

Ergänzende Jahrgänge der Kirchenbücher und Kirchenbuchduplikate von Brake befinden sich bei der Kirchengemeinde. Zahlreiche Originalkirchenbücher lippischer Kirchengemeinden sind im Staats- und Personenstandsarchiv Detmold deponiert, die zum Teil bis in das Jahr 1611 zurückreichen (Signatur L 112A). Im Staats und Personenstandsarchiv Detmold befinden sich die Kirchenbücher und Kirchenbuchduplikate aller reformierten und lutherischen Kirchengemeinden in Lippe vollständig auf Mikrofiches.
 

 
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