Editionen

Blomberg - Edition Detmold Vol. 5
Wenn Sie die DVD erwerben möchten, klicken Sie auf den folgenden Link:
Blomberg Edition Detmold Vol.5
Kirchenbuchduplikate der Kirchengemeinden Blomberg ev. Ref. (1735-1796, 1840-1875)
DVD
Bonn 2007
Systemvoraussetzungen für die DVD ist ein Windows Betriebssystem ab Windows 95 aufwärts. Für die PDF-Ansicht auf der CD benötigen Sie den Acrobat Reader. Sollten Sie dieses Programm nicht haben, so können Sie es unter
http://www.adobe.com/de/ dieses Programm kostenfrei herunterladen.
Die DVD enthält schwarz-weiß Digitalisate von Kirchenbuchduplikate. Grundlagenmaterial für die Digitalisierung sind Mikrofilme. Im Einzelfall wurde aus Qualitäts- oder Vollständigkeitsgründen vom Original-Duplikatband digitalisiert.
Dokumentiert sind Geburten, Heiraten und Todesfälle sowie Konfirmationen aus den Zeiräumen 1735-1796 und 1840-1875.
In den inhaltlichen Erschließungshilfen finden sich neben der Auflistung der Ereigniszeiträume Übersichten zur Orts- und Pfarrgeschichte sowie u.a. Bemerkungen zu Berufsgruppen, Todesursachen.
Nachfolgend beispielhaft der Erschließungstext zur Signatur P1ANr25:
| Signatur |
Kerninhalt |
Inhalt |
Seite |
P 1 A Nr. 22
|
G 1782-1796 K 1782-1796 H 1782-1796 T 1782-1796
|
Kirchenbuch der Gemeinde Blomberg. Inhaltsverzeichnis fehlt. Namensverzeichnisse fehlen. Verzeichnisse der Prediger, Schullehrer, Kantor, Küster und Organisten. Geschichte von Gemeinde und Pfarramt fehlt.
Pfarrer von Blomberg: Bernhard Johann Philipp Pandes (Pantze) 1778-1785 Philipp Althaus 1786-1790 Karl Friedrich Wilhelm Neubourg 1790-1793 Karl Ernst Neubourg 1793-1796 Lüder Ernst Wilhelm Ferdinand Köhler 1793-1796 Philipp Ferdinand Neubourg 1796-1804
|
1-12 |
| |
|
G 27.02.1781-20.12.1782 G 26.12.1782-19.12.1783 G 07.01.1784-22.12.1784 G 30.12.1784-18.12.1785 G 21.12.1785-17.12.1786
|
15-35 36-58 59-79 80-103 104-122
|
| |
|
G 26.12.1786-23.12.1787 G 28.12.1787-21.12.1788 G 29.12.1788-22.12.1789 G 05.01.1790-17.12.1790 G 27.12.1790-29.12.1791
|
123-133 134-143 144-153 154-163 164-172
|
| |
|
G 23.12.1791-26.12.1792 G 26.12.1792-24.12.1793 G 27.12.1793-20.12.1794 G 24.12.1794-21.12.1795 G 07.01.1796-22.12.1796
|
173-181 182-190 191-199 200-209 210-217
|
| |
|
In den älteren Kirchenbüchern (vor 1840) werden zum Teil keine Geburtsdaten, sondern nur Taufdaten genannt.
|
|
Geschichte der Gemeinde/Kirche:
Der Edelherr Bernhard IV. (1276-1275) soll dem Ort zuerst Stadtrechte verliehen und sein Nachfolger Simon I. der Stadt dann eine starke Befestigung mit zwei Stadttoren gegeben haben. In der Nähe der Stadt gibt es mehrere Wüstungen, d. h. verschwundene Ortschaften, die bis heute in den Flurnamen Buhnsen, Holthusen, Backsen, Dömsen, Ohlentrup, Eggesen, Alt-Blomberg usw. erhalten geblieben sind.
Die Stadt spielte in der Everstein`schen Fehde (1404-1409) eine Rolle. In der Soester Fehde (1444-1449) wurde sie am 13. Juni 1447 völlig eingeäschert, es blieb nur der obere Teil der Kirche, das Chor genannt, übrig. Der Dreißigjährige Krieg war verheerend für die Stadt. Im Siebenjährigen Krieg hatte sie schwer unter den Einquartierungen und Kontributionen zu leiden. Von 1761-1763 wurde die Klosterkirche teilweise als Hospital, teilweise als Magazin für Mehl von dem englischen Proviantverwalter benutzt. Im Jahr 1806 soll Louis Napoleon, Vater Napoleons III., auf dem Marsch zur Belagerung der Stadt Hameln, auf dem sogenannten Böhmerhof sein Hauptquartier gehabt haben. Sehenswert sind das 1587 erbaute, 1904 erweiterte Rathaus, ferner die Burg und ihre Umgebung, und besonders die Klosterkirche. Die Pideritseiche wurde am 12. Dezember1855 auf dem sog. Weißen Platz gepflanzt, der seitdem Pideritsplatz genannt wurde, zur Erinnerung an den Geheimen Oberregierungsrat Piderit. Die eigentliche Stadtkirche war früher die 1833 bis auf den Turm wegen Baufälligkeit abgebrochene Martinikirche, benannt nach dem hl. Martin, Bischof von Tours. In ihr besaßen die Familien von Donop und Friesenhausen ihre besonderen Stühle. Die Sakristei wurde 1732 an den Drosten von Kopf verkauft. Die Kirche wurde 1683 repariert und zu diesem Zweck wurden Kollektenbriefe an die lippischen Städte gesandt. Nach Abbruch der Kirche St. Martini 1834 wurde der Stadtgemeinde vom Konsistorium die Klosterkirche als Andachtstätte überlassen und der Platz 1879 mit dem Amtsgerichtsgebäude bebaut.
Der Kirchhof wurde 1929 geschlossen und am 24. Juni desselben Jahres ein Friedhof neu geweiht, der 1895 außer Benutzung kam. Der jetzige ist 1867 angelegt und am 7. Januar 1906 erweitert worden.
Das Pfarrhaus des ersten Pastors (Wehme) ist 1854 neu erbaut worden.
Die Klosterkirche ist 1468 an Stelle einer 1462 errichteten Kapelle von dem Prior der Augustinermönche von Möllenbeck erbaut worden. Die dreischiffige, im gotischen Stil erbaute Kirche gehört mit ihrem freundlichen Innern zu der schönsten des Landes. Links am Eingang befindet sich ein zierliches Sakramentshäuschen, in der Mitte steht das aus Sandstein gemeißelte Doppelgrabmal des Edelherrn Bernhard VII. (� 1511) und seiner Gemahlin Anna geb. Gräfin zu Schaumburg. An der Westseite des Kirchenschiffes liegt der Eingang zu der herrschaftlichen Gruft, worin 22 Särge von Gliedern der lippischen Herrscherfamilien stehen. Diese Krypta ist zweimal beraubt worden und zwar 1637 und 1853. Im ersten Fall wurde ein Reiter deshalb hingerichtet. Um 1692 klagte der Pastor über �päpstliche Gemälde� in der Klosterkirche, die sich heute noch unter einer Kalkschicht versteckt befinden. Noch am Anfang des 19. Jahrhunderts wurde sie die bunte Kirche im Volksmund genannt. Das neben der Kirche stehende Glockenhaus ist nach 1700 abgebrochen, die nahe Kapelle 1618 entfernt und an ihre Stelle das Haus der Stadtmusikanten erbaut worden.
Nachdem 1613 ein Teil der Klostergebäude an Levin von Donop verkauft worden war, überwies der lippische Graf 1651 die verfallene Klosterstätte der Stadt �nicht allein für die Schulkollegen, sondern auch für eine dem Pastor oder Diakon behörige Wohnung.
Graf Simon Heinrich Adolf verkaufte 1724 das in der Nähe befindliche Armenhaus mit Garten an den Magistrat, der Erlös sollte zur Reparatur der Pfarre in Elbrinxen verwandt werden.
In den nachreformatorischen Jahrhunderten hielt der zweite Pastor nach Belieben einige Male im Jahre in der Klosterkirche Gottesdienst. Nachdem die Martinikirche wegen Baufälligkeit 1833 geschlossen und abgebrochen worden war, wurde die Klosterkirche die Andachtstätte der Gemeinde. Sie wurde 1838 durch Baurat Brune restauriert, bei dieser Gelegenheit wurde eine neue Orgel von dem Orgelbauer Kuhlemann in Kassel geliefert, die 1860 von Radebroek wesentlich verbessert worden ist. Im Jahre 1904/05 wurden der Eingang und die Umgebung durch Abtragung des zu hoch gelegenen Kirchhofes und durch eine Einfriedigung erheblich verschönert.
Die früher bestehende städtische Kirchenkommission wurde am 9. Dezember 1898 aufgelöst; die Befugnisse gingen auf den Kirchenvorstand über. Die sog. Wochenpredigten am Freitag wurden in Blomberg bis 1788 gehalten.
Schon 1566 hatte Blomberg eine Rektorschule. Dort wurde ab 1619 der Heidelberger Katechismus gelehrt.
