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Barntrup und Bega (1840 - 1875 Edition Detmold Vol. 4)



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Barntrup und Bega, Edition Detmold Vol. 4
 


Kirchenbuchduplikate der Kirchengemeinden Barntrup und Bega ev. Ref. (1840 - 1875)

DVD
Bonn 2006

Die DVD enthält neben den Digitalisaten von Mikrofilmaufnahmen eine ausführliche Inhaltsbeschreibung der Kirchenbuchduplikate.

Systemvoraussetzungen für die DVD ist ein Windows Betriebssystem ab Windows 95 aufwärts. Für die PDF-Ansicht auf der CD benötigen Sie den Acrobat Reader. Sollten Sie dieses Programm nicht haben, so können Sie es unter http://www.adobe.com/de/ dieses Programm kostenfrei herunterladen.

Nachfolgend beispielhaft die Inhaltsbeschreibung zur Signatur P1ANr.18 Bega.

Signatur Kerninhalt Inhalt Seite
P 1 A
Nr. 18
G 1871-1875
K 1871-1875
H 1871-1875
T 1871-1875
Kirchenbuchduplikate der Gemeinde Bega 1871-1875
Inhaltsverzeichnis fehlt
Namensverzeichnisse fehlen
Geschichte von Gemeinde und Pfarramt fehlt
Pfarrer von Bega
K[arl] Mörs 1858-1900
G 17.01.1871-28.12.1871
G 08.01.1872-27.12.1872
G 04.01.1873-31.12.1873
G 06.01.1874-30.12.1874
G 02.01.1875-26.02.1875
13- 30
31- 49
51- 68
71- 92
95-115
K 02.04.1871 Palmsonntag u. 17.09.1871
K 24.03.1872 Palmsonntag u. 22.09.1872
K 06.04.1873 Palmsonntag u. 21.09.1873
K 29.03.1874 Palmsonntag u. 20.09.1874
K 28.03.1874 Palmsonntag u. Sonntag vor Buß-u.Bettag
119-120
123-125
127-129
131-132
135-136
H 08.01.1871-22.12.1871
H 09.01.1872-29.12.1872
H 12.01.1873-14.12.1873
H 25.01.1874-29.12.1874
H 03.01.1875-26.12.1875
139-142
143-147
151-157
159-164
167-172
T 04.01.1871-30.12.1871
T 07.01.1872-30.12.1872
T 08.01.1873-25.12.1873
T 21.01.1874-25.12.1874
T 07.01.1875-28.12.1875
175-185
187-198
199-210
211-225
227-241

Geschichte der Gemeinde/Kirche:
Die Gemeinde ist ohne Zweifel ein der ältesten des Landes. Bis 1317 gehörte dazu auch Barntrup, das in jenem Jahr die kirchliche Selbständigkeit erlangte. Im Jahre 1299 bescheinigte Lippold von Amelungeschen, Kanonikus der Paderborner Kirche und Archidiakon von Steinheim, dass der Streit zwischen dem Pastor von Bega und dessen Parochianen über gewisse Äcker dahin geschlichtet sei, dass die eine Hälfte der Kirche, die andere dem Pfarrer verbleibt. 1351 übergibt Kord von Bega der Kirche für den Gottesdienst, für Lichter, Wein und Baukosten sein Gut Mönchshof (Moyginch). 1397 beurkundet Werner, Vizearchidiakon von Steinheim, in Gegenwart des Pfarrers von Bega Johann von Warberge und des Vizepfarrers von Bernynctorp Johann Bademann, dass Elisabeth, die Witwe Sweders von Barntrup, ihren Hof Wolendiek in Bega und ihre sämtlichen Güter Syblinctorrp (Sibbentrup) zum Bau der Kirche in Bega geschenkt habe. 1436 gab Heinrich von Bega zum Seelenheil seines verstorbenen Bruders Friedrich, seiner Eltern usw. seine sog. Pachtgüter vor Bega der Kirche und Pfarre in Bega. 1459 vermachte der Knappe Hermann Wirberen den Zehnten von einem Stück Land in der Barntruper Gegend vor Bega und 1464 G. Werpup das von dem Kirchherrn in Barntrup erworbene Land am Lemeschen Busche der Kirche in Bega. Ähnliche Schenkungen wurden von dem Sendpropsten des Stuhles von Steinheim 1473 und 1496 errichtet. Im Jahre 1484 verkaufte Lubbert, Bürger in Lemgo, einen Hof in Sommersell an die Kirche. Simon IV., Edler Herr zur Lippe, verpfändete 1421 für acht Jahre dem Johann von Molenbeck und dessen Söhnen Johann und Kord für 600 Florin das Kirchspiel in Bega, soweit es unverpfändet war.

Zu der Kirche gehörte auch der Krug, dessen Besatzungsrecht durch die Dechen 1611 Pastor Stappervenne nachwies. Von der alten Kirche stürzte der Turm am 27. 7. 1650 ein. Ein sehr großes Kreutz wurde 1618 aus der Kirche geschafft, 1750 stand der Taufstein noch auf dem Chor. Ein heftiges Gewitter schädigte am 6. 11.1756 den Turm sehr. Um die Benutzung einer Prieche brachen 1681 von Seiten der Wendlinghäuser und Sommerseller heftige Streitigkeiten aus. Die Fakultäten in Duisburg und Marburg wurden um ein Urteil angerufen, die beiden Bauerschaften gingen 18 Wochen nicht in die Kirche. 1681 stiftete von Hammerstein eine neue Kanzel.

Das Pfarrhaus brannte am 16. Oktober 1699 ab. Für den Neubau wurde 1701 eine Landeskollekte bewilligt, 1772 musste es wieder erneuert werden. Dazu schenkte Hannover, dem das Amt Sternberg verpfändet war, 30 Taler. Das jetzige Wohnhaus ist 1858 vor die Scheune gebaut worden. Ein Kelch und ein Brotteller zeigen das Wappen der Familie von Hammerstein und die Buchstaben F.C.V.H.K.S.G.M. (Friedrich Christoph von Hammerstein, Königl. Schwedischer Generalmajor). Ein Christoph von Hammerstein war 1681 Besitzer des Hofes Oehlentrup. Der Pastor hatte 1665 die Fischerei von seinem Kampe bis an die Mühle in Humfeld. Die Armen hatten damals �nichts als allein, was der Gotteskasten gibt.� Die neue jetzige Kirche ist 1863/64 erbaut worden, bis auf den Turm, der, nachdem er am 23. April 1890 vom Blitz getroffen, erst 1891 errichtet worden ist. Der Tag der Einweihung der Kirche, die nach dem Riss des Baurats Merkel in Detmold hergestellt ist, war der 1. Dezember 1864. Sie hatte etwa 800 Sitzplätze. Ein Kronleuchter wurde vom Kriegerverein, ein anderer von einer Familie gestiftet. Stil: gotische Form mit falschem Gewölbe.

Der Kirchhof war um 1594 so niedrig, dass angeblich die Leichen im Wasser schwammen, er wurde deshalb erhöht. In demselben Jahr klagte der Pastor, die Leute gingen so lange sonntags auf dem Kirchhof spazieren, bis es zum Evangelium läute.

Um 1594 gab es dort noch keine Schule, der Küster unterrichtete etwa fünf bis neun Jungen neben seinen Kindern. Den Katechismus nahm der Sohn des Pastors durch oder er selber.

Pfarrer:

Karl Mörs, 1858-1900, vorher Pastor in Lieme von 1854-1858. Nach 42jähriger Tätigkeit in Bega hielt er am 23. September 1900 seine Abschiedspredigt über Apostelgesch. 20, 32. � Von der Klassenversammlung Vahrenholz wurde er 1876 zum stellvertretenden Superintendenten und 1878 als Deputierter in die Landessynode gewählt. Am 23. Januar 1893 feierte er sein 50jähriges Dienstjubiläum. In den letzten Jahren hatte er Pfarrgehilfen und zwar zuerst den Kandidaten Karl Kuhlmann vom 1. 2. 1897 bis 14. 7. 1898. Dann einen Kandidaten W. Devrient, der am 7. Aug. 1898 in Bega ordiniert wurde und bis Anfang 1899 blieb. Dann zuletzt einen Kandidaten Büscher aus dem Rheinland. Mörs trat am 1. Oktober 1900 in den Ruhestand, zog nach Lemgo, wo er am 19. Januar 1911 gestorben ist. Er wurde in Bega beerdigt. Der Leiter der Anstalt Eben-Ezer in Lemgo, Pastor Wulfhorst, widmete ihm ein Gedenkbuch, das auch die Leichenrede des Generalsuperintendenten Weßel enthält.

Informationen nach:
Wilhelm Butterweck, Die Geschichte der Lippischen Landeskirche, Schötmar 1926, S. 316-317, 320.

Enthält Einträge aus folgenden Orten:
Wendlinghausen, Humfeld, Beckensberg, Stumpenhagen, Sommersell, Selbeck, Sibbentrup, Bega, Betzen, Blomenstein, Rotekuhle, Wülfentrup, Teut, Fermke, Bentrup, Nienhagen, Talle, Marksberg, Riechenberg, Struchtrup, Friedenstal, Köllerberg

Häufig genannte Berufe/Gewerbe:
Krüger, Schmied, Schneider, Kaufmann

Häufig genannte Standeszugehörigkeit:
Einlieger, Colon, Neuwöhner, Leibzüchter

Häufig genannte Todesursachen:
Keuchhusten, Schwindsucht, Auszehrung, Brustkrankheit, Ruhr, Krämpfe, Altersschwäche, Masern

Weitere Bemerkungen:

G: sechsspaltige Tabelle (Geburtsort / Tag der Geburt / Tag der Taufe / Täufling / Namen der Eltern und Heiratsdatum / Taufzeugen); beim Vater Angaben zum Stand kaum zum Beruf.

K: Listen der Konfirmanden mit Geburtsdaten; Anzahl der Kommunikanten pro Jahr.

H: dreispaltige Tabelle (Wohnort und Tag der Heirat / Name und Herkunft des Bräutigams mit Geburtsdatum, Angaben zum Stand, kaum zum Beruf /Name und Herkunft der Braut mit Geburtsdatum); Trauzeugen fehlen.

T: siebenspaltige Tabelle (Wohnort / Name des Verstorbenen mit teilweisen Angaben über Herkunft, Stand, kaum Angaben zum Beruf; Tag der Heirat und Name des Ehepartners (bei Kindern und Unverheirateten Angabe des Vaters) / Tag des Todes / Tag des Begräbnisses / Krankheit / Alter / Geburtsdatum).

Präsentationsberichte des Pfarrers Mörs an das Konsistorium zu den Kirchenbuchduplikaten.
 

 
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