Editionen

Augustdorf
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Augustdorf Edition Detmold Vol.3
Der am Rande der Senne gelegene Ort Augustdorf ist eine späte Siedlung der Binnenkolonisation. Kirchlich wurde der Ort erst spät eigenständig. Daher liegen Kirchenbücher erst ab 1840 vor. Im Vol. 3 der Edition Detmold werden die Kirchenbücher zwischen 1840 und 1875 digitalisiert auf DVD Familienforschern und historisch Interessierten zugänglich gemacht.
Die DVD hat folgenden Inhalt:
| Inhalt |
Bilder/Seiten |
Ausführliche Inhaltsbeschreibung zum Ausdrucken
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4 |
G 1840-1852
K 1840-1852
H 1840-1852
T 1840-1852
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174 |
| Ausführliche Inhaltsbeschreibung zum Ausdrucken |
4 |
G 1853-1864
K 1853-1864
H 1853-1864
T 1853-1864
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171 |
| Ausführliche Inhaltsbeschreibung zum Ausdrucken |
3 |
G 1865-1870
K 1865-1870
H 1865-1870
T 1865-1870
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120 |
| Ausführliche Inhaltsbeschreibung zum Ausdrucken |
3 |
G 1871-1875
K 1871-1875
H 1871-1875
T 1871-1875
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92 |
Geschichte der Gemeinde/Kirche:
Im Jahre 1775 erließ Graf Simon August einen Aufruf, wonach jeder, der möchte, "auf dem Dören" unentgeltlich einen Platz zur Urbarmachung erhalten und fünf Jahre völlige Abgabenfreiheit genießen sollte. Der erste Anbauer war ein Mann aus der Retlager Mühle, namens August Simon Strüß oder Strüßmann, der sich in einer primitiven Hütte oberhalb des heutigen Dörenkruges niederließ.
Als er von der Landesherrschaft herausgejagt wurde, ging er nach Wetzlar, wo er 1786 starb. Andere Kolonisten kamen aus Lippe, Baden, Hessen, Waldeck, Schaumburg, der Pfalz. Sie lebten in Armut. Um 1796 waren schon 70 Stätten auf der Kolonie, die seit 1789 den Namen "Augustdorf" führte. Die Bewohner waren nach Stapelage eingepfarrt. Am 7. September 1800 fand in Gegenwart des Fürstenpaares durch den Generalsuperintendenten L.F.A. von Cölln die Einweihung einer Capelle statt, in der von nun an der Pfarrer Fr. W. Daniel Ludw. Jenin, Sohn des Pfarrers J. in Stapelage, alle 14 Tage predigte. Um 1801 wurde Lopshorn nach Augustdorf eingepfarrt. Da diese Capelle nur 260 Sitzplätze hatte, wurde um 1869 ein Neubau beschlossen. Erst am 11. Mai 1875 konnte der Grundstein dazu gelegt werden und am 1. Juni 1876 das neue Gotteshaus von Generalsuperintendent Koppen eingeweiht werden. Der Bau war von Baurat Merckel ausgeführt und zu 28.350 M veranschlagt worden. Eine Landeskollekte ergab einen Betrag von 6.783 M. Die Kirche hat 450 Sitzplätze.
Am 1. September 1900 feierte die Gemeinde das hunderjährige Kirchweihfest.
Die erste Schule wurde am 21. Oktober 1782 in einem Zimmer auf dem Kolonat Nr. 8 begonnen, bis dahin besuchten die Kinder den Unterricht in Pivitsheide. Der erste Lehrer hieß Hermann Jobst Dreymann, der 1787 nach Lockhausen versetzt wurde. Bekanntlich war auch Altenbernd, Vater des am 24. November 1819 dort geborenen Dichters Altenbernd, Lehrer dort, bis er sich 1822 nach Lüdenhausen versetzen ließ. In der Erweckungszeit sammelte in Augustdorf der Lehrer Kessemeier "die Pietisten" um sich. Er wurde am 1. November 1856 als Küster nach Bega berufen, und ein Küstermann trat an seine Stelle. Dieser hat in einer zweibändigen Handschrift den Ursprung, die Entwicklung und Lebensweise des Dorfes beschrieben.
Von den Armenstiftungen ist die von einem unbekannten Geber vermachte Martinstiftung (über 250 Taler) zu nennen. Weil sie in das Todesjahr des Reformators Dr. M. Luther fiel (1846), wurde sie "Martinstiftung" genannt.
Im Jahre 1918 überwies Fürst Leopold dem neu gegründeten Frauenverein 6.000 M, deren Zinsen zur Unterhaltung einer Gemeindeschwester dienen sollen. Im I.Weltkrieg verlor das Dorf 100 Gemeindeglieder.
Pfarrer:
Elias Oldenbürger, 1835-1848, geboren am 21. 6. 1806 in Barntrup, besuchte die Universitäten in Halle und Göttingen 1826-1829, wurde 1830 unter die lippischen Kandidaten aufgenommen, war von 1833-1835 Hauslehrer in Dudenhausen. Wegen Kränklichkeit hatte er die Gehilfen:
Kandidat Ernst Klemme, 1839-1844, später Pastor in Haustenbeck Kandidat Neubourg, 1844-1848, der dann als Gehilfe nach Reelkirchen und endlich als Pastor nach Blomberg kam.
Gustav Otto Krecke, 1848-1878, geboren am 18.11.1812 in Salzuflen als Sohn des herrschaftlichen Richters Krecke und der Friederike Wilhelmine Blomberg aus Minden.[ ......]
Enthält Einträge aus folgenden Orten:
Augustdorf, Lopshorn.
Häufig genannte Standeszugehörigkeit:
Kolon, Einlieger, Leibzüchter.
Häufig genannte Berufe:
Neben der bäuerlichen Bevölkerung werden verschiedene Handwerker, Kaufmann, Krüger, Gestütswärter, Waldschütz und Wildhüter genannt.
Herkunftsorte:
Barntrup, Brackwede, Detmold, Gütersloh, Haustenbeck, Heiden, Heiligenkirchen, Horn, Lage, Lemgo, Lüdenhausen, Meinberg, Meringsen (Kspl. Pömbsen), Oerlinghausen, Pivitsheide, Rehme, Schlangen, Sommersell, Stapelage, Stukenbrock, Verl, Werther.
Häufig genannte Todesursachen:
Altersschwäche, Auszehrung, Brustkrankheit, Husten, Keuchhusten, Krämpfe, Nervenfieber, Schürken, Schwindsucht, Totgeburt, Wassersucht, Wochenbett, Wochenkind.
Weitere Bemerkungen:
G: sechsspaltige Tabelle (Geburtsort / Tag der Geburt / Tag der Taufe / Täufling / Namen der Eltern und Heiratsdatum / Taufzeugen); bei den Eltern Angaben zum Herkunftsort und zum Beruf, selten zur Standeszugehörigkeit.
K: Listen der Konfirmanden mit Geburtsdaten und Herkunftsorten.
H: dreispaltige Tabelle (Wohnort und Datum der Heirat / Name und Herkunft des Bräutigams mit Geburtsdatum, Angaben zum Beruf und zum Stand / Name und Herkunft der Braut mit Geburtsdatum); Trauzeugen fehlen.
T: siebenspaltige Tabelle (Wohnort / Name des Verstorbenen mit Angaben über Herkunft, Stand, Beruf, Datum der Heirat und Name des Ehepartners (bei Kindern und Unverheirateten Angabe des Vaters) / Tag des Todes / Tag des Begräbnisses / Krankheit / Alter / Geburtsdatum).
Weitere Informationen über Augustdorf finden Sie im Internet unter
www.augustdorf.de.
