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Heiden



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Heiden, Edition Detmold Vol. 11
 


Heiden ev.-ref. (1840-1875), DVD Edition Detmold Vol. 11

DVD
Bonn 2007
Die DVD enthält schwarz-weiß Digitalisate von Kirchenbuchduplikaten der evangelisch-reformierten Gemeinde Heiden (heute Stadt Lage PLZ 32791).

Dokumentiert sind Geburts, Heirats, Sterbe- und Konfirmationseinträge der Jahre 1840-1875.

Weitere Erläuterungen zu den Kirchenbucheintragungen wurden im Staatsarchiv Nordrhein Westfalen Personenstandsarchiv Detmold erarbeitet. Nachfolgend ein Auszug zu den Erläuterungen zum Kirchenbuchduplikat der Signatur P1ANr.77 (Jahre 1840-1852) als Auszug.

Signatur des
PSA Brühl
KerninhaltInhalt Umfang
P 1 A Nr. 77Geburten 1840-1852
Heiraten 1840-1852
Tote 1840-1852
Konfirmanden 1840-1852
Kirchenbuchduplikate der Gemeinde Heiden.
Inhaltsverzeichnis fehlt.
Namensverzeichnisse fehlen.
Geschichte von Gemeinde und Pfarramt fehlt.

Pfarrer von Heiden:
[Georg Emil Wilhelm] Arnold 1829-1852

Geburten 22.12.1839-18.06.1840
Konfirmanden 12.04.1840
Heiraten 05.01.1840-15.04.1840
Tote 03.01.1840-19.06.1840
Geburten 07.06.1840-22.12.1840
Konfirmanden 20.09.1840
Heiraten 12.07.1840-27.12.1840
Tote 11.07.1840-27.12.1840
Geburten 23.12.1840-21.12.1841
Konfirmanden 18.04.1841 u. 19.09.1841
Heiraten 03.01.1841-29.12.1841
Tote 03.01.1841-25.12.1841
Geburten 22.12.1841-17.12.1842
Konfirmanden 20.03.1842 u. 18.09.1842
Heiraten 02.01.1842-23.12.1842
Tote 02.01.1842-21.12.1842
Geburten 22.12.1842-26.12.1843
Konfirmanden 09.04.1843 u. 17.09.1843
Heiraten 08.01.1843-31.12.1843
Tote 02.01.1843-25.12.1843
Geburten 17.12.1843-19.12.1844
Konfirmanden 24.03.1844 u. 22.09.1844
Heiraten 06.01.1844-31.12.1844
Tote 01.01.1844-23.12.1844
Geburten 29.12.1844-21.12.1845
Konfirmanden 16.03.1845 u. 21.09.1845
Heiraten 08.01.1845-28.12.1845
Tote 02.01.1845-21.12.1845
Geburten 24.12.1845-16.12.1846
Konfirmanden 05.04.1846 u. 20.09.1846
Heiraten 25.01.1846-13.12.1846
Tote 01.01.1846-28.12.1846
Geburten 21.12.1846-22.12.1847
Konfirmanden 28.03.1847 u. 19.09.1847
Heiraten 03.01.1847-26.12.1847
Tote 02.01.1847-31.12.1847
Geburten 27.12.1847-20.12.1848
Konfirmanden 16.04.1848 u. 17.09.1848
Heiraten 02.01.1848-31.12.1848
Tote 04.01.1848-23.12.1848
Geburten 31.12.1848-20.12.1849
Heiraten 05.01.1849-19.12.1849
Tote 31.12.1848-31.12.1849
Konfirmanden 01.04.1849 u.16.09.1849
Geburten 25.12.1849-15.12.1850
Konfirmanden 24.03.1850 u. 22.09.1850
Heiraten 06.01.1850-22.12.1850
Tote 02.01.1850-13.12.1850
Geburten 13.12.1850-20.12.1851
Konfirmanden 13.04.1851 u. 21.09.1851
Heiraten 05.01.1851-28.12.1851
Tote 31.12.1850-30.12.1851
Geburten 25.12.1851-20.12.1852
Konfirmanden 04.04.1852 u.19.04.1852
Heiraten 07.01.1852-19.12.1852
Tote 01.01.1852-30.12.1852
992 Seiten



Geschichte der Gemeinde/Kirche:
Erst seit etwa 1970 ist Näheres über die Baugeschichte der Dorfkirche Heiden bekannt. Als bei Renovierungsarbeiten der Kirchenboden ausgehoben werden musste, konnten entsprechende Untersuchungen durchgeführt werden. Als wichtigstes Ergebnis dieser Grabungen steht nun fest, dass bereits um die erste Jahrtausendwende eine einschiffige Saalkirche mit halbrunder Apsis errichtet wurde. Der Ort Heiden wird urkundlich erstmals 1151 im Güterverzeichnis des Herforder Stiftes vom Berge als "Hethe" erwähnt.

Bereits im 14. Jahrhundert ist Heiden auch Gerichtsort. Davon zeugt heute noch die in unmittelbarer Nähe des Pfarrhauses stehende "1000jährige" Linde, die ursprüngliche Gerichtslinde.

Die Dorfkirche wurde auf einem Ausläufer des Rotenberges errichtet. Bei der Auswahl des Standortes werden sicherlich auch Gesichtspunkte wie Schutz und Sicherheit eine Rolle gespielt haben. Im Verlauf einer Vielzahl von kriegerischen Konflikten im Mittelalter und der frühen Neuzeit wurde Lippe mehrmals von fremden Truppen durchzogen, die geplünderte und zerstörte Orte hinter sich ließen.

Die Kirche wurde im Laufe der Zeit mehrfach verändert und renoviert. Der Turm wurde im 12. Jahrhundert errichtet, der 26 m hohe gedrehte Turmhelm stammt vermutlich aus dem Jahre 1594. Die älteste Glocke wird auf 1466 datiert.

Der erste lutherische Geistliche nach der Reformation, Simon Funke, wurde 1609 abgelöst durch Simon Erp-Brockhausen, der wahrscheinlich schon 1612 den Heidelberger Katechismus lehrte.

Für das Jahr 1594 ist der erste Lehrer bezeugt, 1614 gab es die erste Schule. 1923 wurde die neue Schule eingeweiht, die noch heute die Grundschule Heiden beherbergt. Zeitweilig bestanden Nebenschulen in verschiedenen Ortsteilen.

Das Pfarrhaus wurde im 16. Jahrhundert errichtet, der Fachwerkanbau entstand im 18. Jahrhundert. Im 18. Jahrhundert, bis zur Gründung des Amtes Lage 1807, ist Heiden nicht nur Mittelpunkt eines Kirchspiels, sondern auch Sitz eines Vogtes.

Bis 1844 wurde der Totenhof an der Kirche benutzt. Danach gab es keinen gemeinsamen Kirchspielfriedhof mehr, sondern es entstanden Begräbnisplätze in Heiden, Bentrup, Klüt, Nienhagen, Hardissen und Pivitsheide.

1849 entstand in Lemgo mit der "Neuen evangelischen Gemeinde", unter Leitung des Pastors Emil Steffann, ein von der Landeskirche unabhängiger Zusammenschluss von Christen unter dem Einfluss des Neupietismus. Dieser Gemeinde gehörten auch einige Heidener Familien an, die in den Heidener Kirchenbüchern extra ausgewiesen sind.

Heiden ist ein landwirtschaftlich geprägtes Dorf, jedoch gehörten rund 40 Prozent der Einwohner zur bäuerlichen Unterschicht, weshalb wir seit dem 18. Jahrhundert verstärkt Wanderarbeiter oder Saisonarbeiter (sog. "Hollandgänger") finden. Während des 19. Jahrhunderts galt Heiden in Lippe als das Dorf der Ziegler, die ihre Arbeit in Ostfriesland, bei Stade, östlich von Hannover oder in Pommern hatten.

Pfarrer:

Georg Emil Wilhelm Arnold, 1829-1852. Er wurde 1782 in Salzuflen geboren und war seit 1817 Pastor in Meinberg. Er starb am 28. Mai 1852 in Heiden.

Informationen nach:
Burkhard Meier, Dorfkirche Heiden, hrsg. v. d. Ev.-ref. Kirchengemeinde Heiden, in: Beitr. z. Gesch. d. Stadt Lage, Bd. 9, Lage 1995, 96 S.

Hans Hüls, Heiden in Lippe, Zur Genese und Struktur eines dörflichen Lebensraumes, (Sonderveröff. d. Naturw. u. Hist. Vereins f.d. Land Lippe, Bd. XXI) Detmold 1974, 326 S.

Wilhelm Butterweck, Die Geschichte der Lippischen Landeskirche, Schötmar 1926, S. 409 ff.
Enthält Einträge aus folgenden Orten:
Bentrup, Bremke, Dehlentrup, Hardissen, Hedderhagen, Heiden, Heßloh, Jerxen, Klüt, Loßbruch, Nienhagen, Niewald, Oettern, Orbke, Pivitsheide, Röhrentrup.

In den Heiratsregisternwerden folgende auswärtige Niederlassungsorte genannt:
Heidenoldendorf, Lage, Lemgo, Rinteln, Wöbbel.

Wesentliche genannte Standeszugehörigkeit:
Einlieger, Kolon, Neuwohner. Man findet alle landwirtschaftlichen Besitzerklassen vom Hoppenplöcker bis zum Vollmeier.

Wesentliche genannte Berufe/Gewerbe:
Der Großteil der Bevölkerung arbeitet in der eigenen Landwirtschaft. Weiterhin findet man verschiedene Handwerker, Krüger, Kaufmann und eine auffallend hohe Zahl Ziegler.

Wesentliche genannte Todesursachen:
Altersschwäche, Auszehrung, Brustkrankheit, Fisteln (1849), Husten/Keuchhusten, Krämpfe, Nervenfieber, Ruhr (1846), Schwindsucht, Totgeburt, Wassersucht.

Weitere Bemerkungen:

Geburten: sechsspaltige Tabelle (Geburtsort / Geburtsdatum / Taufdatum / Name des Täuflings / Namen der Eltern mit Angaben zum Stand, Beruf und Heiratsdatum / Taufzeugen). Enthält auch Einträge von hiesigen Einwohnern, die Mitglied einer anderen Kirchengemeinde sind.

Konfirmanden: Listen der Konfirmanden getrennt nach Schulen mit Namen, Wohnort und Geburtsdatum. Anzahl der Kommunikanten pro Jahr. Enthält auch Einträge von hiesigen Einwohnern, die Mitglied einer anderen Kirchengemeinde sind.

Heiraten: dreispaltige Tabelle (Ort der Niederlassung und Datum der Heirat / Angaben zum Bräutigam / Angaben zur Braut).

Tote: siebenspaltige Tabelle (Sterbeort / Name, Stand und Familienverhältnisse des Verstorbenen / Tag des Todes / Tag des Begräbnisses / Todesursache / Alter / Geburtsdatum und -ort). Enthält auch Einträge von hiesigen Einwohnern, die in anderen Gemeinden oder im Ausland gestorben sind.

Präsentationsberichte der Pfarrer an das Konsistorium zu den Kirchenbuchduplikaten.


 

 
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